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Ratgeber · Rechtliche Vorgaben für Vermieter

Zweckentfremdungsverbot & Ferienwohnungs-Regeln in deutschen Großstädten

Die Vermietung von Wohnraum als Ferienwohnung oder Kurzzeitunterkunft über Portale wie Airbnb, Booking.com oder Fewo-direkt unterliegt in Deutschland strengen rechtlichen Rahmenbedingungen. Um bezahlbaren Wohnraum zu schützen, haben viele Bundesländer und Kommunen Zweckentfremdungsverbotsgesetze und Registriernummer-Pflichten erlassen.

1. Was bedeutet das Zweckentfremdungsverbot?

Ein Zweckentfremdungsverbot untersagt es Eigentümern und Mietern, regulären Wohnraum ohne behördliche Genehmigung des Wohnungsamtes dauerhaft für andere Zwecke (z. B. als gewerbliche Ferienwohnung, Büro oder durch jahrelangen Leerstand) zu nutzen.

2. Regelungen in den wichtigsten deutschen Städten

Berlin

Nach dem Berliner Zweckentfremdungsverbot-Gesetz (ZwVbG):

München

Die Landeshauptstadt München wendet eine der strengsten Satzungen in Deutschland an:

Hamburg

In der Freien und Hansestadt Hamburg gilt das Hamburgische Wohnraumschutzgesetz:

Köln

In Köln regelt die Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum:

Frankfurt am Main

In Frankfurt am Main ist die tageweise Vermietung ganzer Wohnungen auf maximal 8 Wochen im Kalenderjahr beschränkt und muss bei der Wohnungsaufsicht angezeigt werden.

3. Checkliste für Gastgeber in Deutschland

  1. Registriernummer einholen: Vor der Veröffentlichung des Inserats die amtliche Registriernummer / Wohnraumschutznummer bei der Stadt beantragen und im Profil hinterlegen.
  2. Vermietungstage dokumentieren: Ein Gästebuch führen, um die Einhaltung der kommunalen Höchstgrenzen (56 oder 90 Tage) lückenlos nachweisen zu können.
  3. Kurtaxe / Bettensteuer deklarieren: Beim Steueramt oder der Kurverwaltung anmelden und die fällige Abgabe ordnungsgemäß abrechnen.
  4. Einkommensteuer & Gewerbesteuer: Einnahmen aus der Vermietung in der Steuererklärung (Anlage V) angeben; bei gewerblichen Zusatzleistungen (z. B. tägliche Reinigung, Frühstück) greift die Gewerbesteuerpflicht.